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Service Professional...

bin ich nun. Und sehr stolz drauf irgendwie. In nicht mal einem Jahr wurde ich bei Lufthansa genommen und befördert. Wow! Heute hatte ich meinen zweiten von zehn Mitlauftagen am Gate, natürlich wieder mit einer Mami, diesmal ist es Justina aus meinem Team. Was soll ich sagen, es macht richtig Spaß nun auch manifestieren zu dürfen!
Z.B. hatten wir heute vier Flieger zu manifestieren: Hamburg, Berlin, Hamburg und Helsinki. Wenn man zum Gate kommt und es für den entsprechenden Flug vorbereitet ist noch nicht wirklich viel zu tun, das kann ich glaub ich schon relativ gut. Aber je näher der Abflugszeitpunkt kommt, desto mehr hat man zu tun! Bei der HEL Maschine hatten wir noch einige Sitzplatzänderungen zu machen mit unserer Flight Managerin und schwupps war es schon Zeit für mich bestimmte Transaktionen durchzuführen! Zum Glück habe ich ja meine Mami, die mich dann immer fragt 'Hast du schon das und das gemacht?' oder 'Was machen wir jetzt?'. Justina unkt schon, dass sie spätestens am Dienstag zu Hause bleiben kann... *grins* Scheine mich dann doch gut anzustellen.
Was man ja auch am Gate als Manifestierer macht, sind Ansagen! Waaaah, was war ich nervös heute Mittag, meine erste Ansage stand an. Zum Glück 'nur' eine Einsteigeansage... Aber es ist echt ungewohnt und meine Teamkollegen meinten, dass man mir die Nervosität angehört hätte, was auch nicht schlimm wäre. Ich würde mir eher Gedanken machen, wenn es nicht so gewesen wäre. ;-)
Ja, morgen und am Dienstag auch noch mal späte Dienste und dann 2 Tage frei. Die hab ich mir dann auch wirklich verdient! Danach kommen Frühdienste...
4.2.08 00:42


Ein großer Brief

Normalerweise werden Absagen ja immer in kleinen Standardbriefumschlägen verschickt, von daher wusste ich sofort wie der Hase lief als am Freitagmorgen ein großer Din A4 Umschlag von der Euro 2008 im Briefkasten lag. Ich werde wieder Volunteer! =)
Gerne hätte ich dieses Mal etwas mit den Medien oder Vip Betreuung gemacht, oder noch einmal Akkreditierung. Mein Interviewer hat da jedoch gleich im Gespräch abgeriegelt und gemeint ich würde das wohl nur schlecht zeitlich managen können mit Lufthansa, Uni und dann immer nach Basel shutteln für die Einsätze. Das war auch so etwas witziges, er war selbst Mal bei Lufthansa in Köln für den Creweinsatz oder so zuständig. Klar, dass wir erstmal als Airliner über Lufthansa, Swiss, Passagiere etc gequatscht hatten. Viel mit Ausfragen war dann eh nimmer gewesen von wegen Motivation und so, da ich ja schon bei der WM Volunteer war und bei Lufthansa die nötigen Servicegrundlagen drauf habe. Er meinte auch am Ende, ich müsse mir keine Gedanken machen, 99%ig wäre ich mit dabei nur eben hatte er mich für etwas Anderes vorgeschlagen: Guest Service.
Guest Service ist das, was mein Ex bei der WM gemacht hatte, nett im Stadion rumstehen und den Leuten zeigen wo sie was finden. Vorteil für mich: Es sind eben nur die 6 Spieltage an denen ich eingesetzt werde, vielleicht einer mehr. Als ich dann wieder daheim war, wusste ich ja nicht so recht ob mir das Guest Service gefallen wird, aber mittlerweile freue ich mich richtig! Was auch toll ist, ist dass in meinem Einsatzort Basel die Gruppenspiele der Schweizer sind, das wird bestimmt 'ne super Stimmung werden!

Und ich bin so gespannt, ob die Schweizer und Österreicher es schaffen unsere verdammt tolle Stimmung bei der WM zu übertreffen... ;-)
17.2.08 12:08


Eiskaltes Wasser...

Ich bin ja seit Montag ohne meine LH-Mami am Gate. Auf eigenen Füßen. Naja, so fast. Bis jetzt war ich fast immer mit jemandem aus meinem Team eingeteilt, was für den Anfang sehr hilfreich ist. Zum Glück auch heute...
Wenn man morgens aufwacht und das erste was man sieht ist grauer Himmel und viiiel Regen, das ist nicht schön und nicht gut. Wenn man dann am liebsten auch noch im Bett bleiben würde wegen so einer tollen verschleppten Erkältung, sich aber doch entschließt arbeiten zu gehen, eigene Dummheit. Heute war vielleicht wieder ein Tag... Es fing eigentlich ganz harmlos an. Mein erster Auftrag war eine London Maschine als Manifestierer. Kaum war ich im Aufenthaltsraum angekommen wurde ich schon zum Gate beordert weil die London Maschine vorher (von meiner Teamkollegin manifestiert) annulliert wurde. Kein Problem, ich helf ja gerne. Kurz, in London war mal wieder Nebel der so gut wie alles lahm legte. Also hatte ich heute wie ein Weltmeister die Passagiere umgebucht. Danach noch drei mal London, alle aufgrund der Slots verspätet. Gegen viertel nach sechs konnten wir dann zumindest in die Pause, die wir uns wirklich verdient hatten.
Nach der Pause konnte ich dann noch eine Stunde im Poolraum B (der Aufenthaltsraum in B) verbringen, um dann zu dem Flug nach Basel ans Gate zu gehen. Wieder Manifestierer, ohne Einsteiger! Intuitiv war mein Gefühl ja eher mulmig, als ob ich es geahnt hätte was noch kommen sollte... Ich steh schön am Gate, lasse alles nach unserem Referenzmodell laufen, bestelle Bus, lasse die Passagiere einsteigen und was passiert: ein Anruf, dass es ein Aircraftchange gibt und dass die neue Maschine für uns auch grad ein techn. Problem hat, also unklar ist. Ahja, na toll. Anweisung dazu: 'Alle Passagiere wieder in den Warteraum!' Ok... Mittlerweile war ja meine Vorgesetzte aus dem Team da und ich durfte runter in den Bus, meine Passagiere wieder nach oben bitten. Keine schöne Aufgabe... Da es noch nichts genaueres gab, mussten wir erst mal warten. Es ist so ein komisches Gefühl dazusitzen und nicht zu wissen was läuft. Gibt es Verspätung oder wird annulliert? Und die Blicke... Jede kleinste Bewegung wird verfolgt, die Ohren der Passagiere hören auf einmal jedes Wort dass man untereinander wechselt...
Irgendwann kam dann mal ein Anruf, das definitiv annulliert wird. Holla die Waldfee, da war was los bei uns. Ich hab ja noch nicht wirklich einen Plan wie es dann läuft. Hotelgutscheine austellen und umbuchen, klar. Nur uns wurden genau die Informationen zu dem Zeitpunkt noch nicht gegeben und wir hätten sie dringendst gebraucht. Eine Kollegin aus meinem Team kam dann noch dazu und stand mir zur Seite, was ich sehr toll fand! Unsere FM hing dann nur noch am Telefon um für die Passagiere die dringend nach Basel mussten einen Bus oder Taxis zu organisieren. Und eine Ablösung für mich, die dann auch kam.
Da werde ich das erste Mal alleine zu einem Flug ans Gate geschickt und der Föug wird direkt mal gecancellt. Sowas kann aber auch nu mir passieren... Meine Sprung-ins-Wasser-Theorie! Diesmal war das Wasser schön eiskalt, nur so lernt man es...
21.2.08 00:06





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